Bettinas Endometriose Wunder – Schwanger trotz nur eines undurchlässigen Eileiters

Eine weitere wundervolle Endoschwester Bettina teilt ihr Wunder mit uns. Einen unerfüllten Kinderwunsch teilen viele von uns. Doch diese Geschichte zeigt mir, dass wenn es passieren soll,  dann passiert es einfach. Egal was Ärzte sagen. Vlt. dürfen wir alle etwas mehr an unser Schicksal glauben und an die Wunder die auf unserem Weg auf uns warten. Aber lies selbst…

Eine Endoschwester erzählt ihre Geschichte

Ich bekam genau an meinem 13. Geburtstag zum 1. Mal meine Menstruation und ab da fing der Horror für mich an. Extreme Schmerzen, sehr starke Blutungen, Übelkeit und sogar manchmal erhöhte Temperatur. Und das jedes Monat zwischen 10 und 20 Tage.

Mein 1. Frauenarzt stellte mich immer als wehleidig hin und durch Zufall kam ich dann zu einem anderen feinfühligeren Frauenarzt und hörte damals zum 1. Mal, mit 15 Jahren, das Wort Endometriose. Die Auswirkungen, die diese Krankheit mit sich zieht, waren mir damals noch nicht bewusst.

Und dann ist mein Eileiter geplatzt

Ich hatte dann meine 1. Bauchspiegelungen ( insges.3) im Alter von 15.-17 Jahren und immer wieder wurden mir Endometrioseherde entfernt. Dann mit 18 Jahren eine Eileiterschwangerschaft, die man leider zu spät erkannt hatte und der rechte Eileiter ist leider geplatzt. Not-OP. 

Bei meinem Kinderwunsch sollte ich mich auf große Komplikationen einstellen

Nach dieser Operation wurde mir dann mitgeteilt, dass der noch übrige Eileiter leider nicht durchgängig sei und ich bei einem zukünftigen Kinderwunsch mich auf große Komplikationen einstellen sollte. Ohne künstliche Befruchtung würde das, wenn überhaupt, nicht gehen.

Tja, natürlich war ich über diese Nachricht sehr, sehr traurig.

Meine Ausgangsposition war also nicht die Beste: nur mehr ein Eileiter (dieser verwachsen und nicht durchgängig), ständige Pilleneinnahme als Therapieform, immer wiederkehrende Endometrioseherde…… und dann lernte ich bei der Saisonarbeit einen tollen Mann kennen und nach 3 Monaten wurden wir zum 1. Mal intim.

Und dann war ich schwanger!

Ein Schuss, 1 Treffer! Ich bekam dann meine Blutungen nicht mehr und rief meinen Frauenarzt in meiner Heimat an und erzählte ihm davon. Er meinte ganz cool, ich sollte zur Sicherheit halt einen Schwangerschaftstest machen, aber dies wäre wie ein Lottosechser.

Tata: mein Lottosechser ist nun 20 Jahre alt. Niemand konnte es glauben, am allerwenigsten ich. Ich war dann nach dem 1. Schock überglücklich und weiß heute, welches Geschenk ich da bekommen habe.

Was passierte nach der Entbindung?

Mir ging es punkto Schmerzen nach der Entbindung etwas besser und ich bekam als Therapieform die Hormonspirale eingesetzt. Nach 17 Jahren wurden jedoch die Nebenwirkungen für mich unerträglich und leider hat sich die Endometriose wieder gemeldet. Somit hatte ich im September 2017 eine erneute BS und im Dezember 2018 habe ich mich für die komplette Hysterektomie und Entfernung des noch vorhanden Eileiters entschlossen.

Diese Entscheidung war sehr, sehr schwer für mich. An was ich alles gedacht habe, vor was ich alles Angst hatte?!?!

Heute kann ich nur sagen, es war für mich die richtige Entscheidung. Ich nehme nun keine Hormone und brauche auch keine Schmerzmittel mehr. Meine Sexualität hat sich um einiges gebessert (ich hatte immer sehr große Schmerzen dabei) und ich kann es wieder genießen. Ich wache auch in keiner Blutlache mehr auf.

Ich habe durch Yoga und Meditation gelernt mehr in mich und auf mich zu hören

Nach diesem entscheidenden Eingriff habe ich für mich gelernt, mehr in mich und auf mich zu hören. Yoga und Meditationen habe ich neu für mich entdeckt, und versuche mich nicht zu überfordern. Meine größten Befürchtungen, keine Frau mehr zu sein, und nur mehr äußerlich weiblich zu sein, stellten sich als unbegründet dar.

Solang ich die Endometriose bekämpft habe, hat sie mein Leben beherrscht.

Endometriose hat und wird mich noch lange begleiten, jedoch ist sie ein Teil von mir und solange ich sie bekämpft habe und nicht angenommen habe, hat sie mein Leben beherrscht. Und das war das Schlimmste an dieser Krankheit. Heute lebe ich mit ihr und versuche sie als Normalität zu integrieren. Nicht immer leicht, aber immer leichter………..

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