Goodbye Endometriosezyste

Wie meine Zyste innerhalb von einem Jahr wieder verschwand.

Mein erstes Wunder – meine Enodmetriosezyste die aufgetaucht ist, um mir die Diagnose Endometriose zu ermöglichen und dann wieder verschwunden ist und seit dem auch nicht wieder kam. Das hat mir gezeigt, dass mein Körper sich schon ein bisschen, um sich selbst kümmern kann und ich ihr nur weiter vertrauen muss.

Aber wie hat eigentlich alles angefangen?

Februar 2017 – So wurde meine Zyste entdeckt

Anfang Februar suche ich mir eine neue Frauenärztin. In meine alte Ärztin habe ich leider das Vertrauen verloren, da sie einfach gar keine Zeit für mich und meine Probleme hatte.

Ständige Bauchschmerzen, komischer Ausfluss und vor allem die ständigen Blutungen machen mich verrückt, ich merkte doch das was nicht stimmte.

Genau am Valentinstag gehe ich also ziemlich nervös um 8 Uhr vor der Arbeit zu der neuen Frauenärztin. Also eigentlich bin ich ja vor Arztterminen immer total aufgeregt, man weiß ja nie was passiert.

Von meiner letzten Frauenärztin bin ich gewöhnt das man vlt. so 5 Minuten Zeit bekommt, um sein Anliegen zu äußern und dann schnell noch eine Untersuchung hat. 

Die neue Ärztin nimmt sich viel Zeit für mich und ich kann ihr von all meinen Problemen erzählen.  

Da ich ihre neue Patientin bin möchte sie mich einmal komplett durchchecken, einfach um zu sehen ob da alles in Ordnung ist.

Es folgen das Abtasten meiner Brüste, verschiedene Abstriche, PAP, HPV, Vaginalpilz. Dieses Gefühl dort auf dem Untersuchungsstuhl fühlt sich so an als würde der Unterleib halb rausgerissen werden, es ist einfach so super unangenehm. Da es bei den Abstrichen stark anfängt zu bluten, schaut sie sich die Gebärmutter noch näher an und findet eine Stelle die sie behandeln kann.

Danach macht sie noch eine Ultraschalluntersuchung, mit der Diagnose das ein Eierstock vergrößert ist und sich außerdem eine Zyste daran befindet.

Die Zyste müssen wir in den nächsten Monaten beobachten – ok verstanden und auf die Ergebnisse von den anderen Abstrichen werde ich warten.

Auf dem Weg aus der Praxis habe ich dann wirklich das Gefühl das ich gleich Umkippe und gehe erstmal wieder zurück Das Ganze macht mich aber vor allem meinen Körper total fertig. Die Nerven meiner Gebärmutter wurden total angestrengt und ich bin mir nicht ganz sicher ob mein Kreislauf das so mitmacht.

Wenn ich mich nach so einer kleinen Untersuchung schon so fühle, will ich gar nicht wissen wie Frauen sich fühlen die die Spirale eingesetzt bekommen.

Mai 2017 – kann die Zyste durch eine Pille weggehen?

Nein, für mich leider nicht.

In den nächsten Monaten werde ich jetzt zum Stammgast bei dem Frauenarzt. Noch zweimal wird die Zyste kontrolliert. Jedes Mal ist sie ein Stück größer geworden. Im Mai bekomme ich dann noch eine Pille für ein paar Tage, die helfen soll, dass die Zyste weggeht.

Auch durch die Pilleneinnahme, die mir ziemlich widerstrebt, passiert nichts. Bis jetzt hatte ich mir immer wieder eingeredet, dass mit mir alles ok ist. Andere werden vlt. krank, aber ich doch nicht.

Die Überweisung ins Krankenhaus die mir meine Ärztin mit gibt, macht mir Angst.

Früh morgens am nächsten Tag rufe ich in dem Krankenhaus an und frage nach einem Termin zur Untersuchung. Ich rechne damit das es etwas dauert einen Termin zu bekommen, Krankenhäuser sind ja immer so beschäftigt. Doch die nette Frau am Telefon sagt mir, dass grade morgen ein Termin um 12Uhr freigeworden ist und ich doch da kommen könnte.

Wow, das geht mir jetzt doch schon fast ein bisschen zu schnell. Egal, was hinter mir liegt, liegt hinter mir, also Google ich noch ein bisschen über Zysten, um meine Ängste zu beruhigen.

Juni 2017 – Ihre Zyste ist so groß wie eine Orange

Das erste Mal das ich wegen mir in einem Krankenhaus bin und muss mich hier erstmal zurechtfinden. Innerlich bin ich total angespannt und zittere ich stehe soo unter Spannung.  Ich versuche mir noch weiter positive Hoffnung zu machen, dass alles schon nicht so schlimm ist und eine Zyste bestimmt kein Weltuntergang. Endlich habe ich das Wartezimmer gefunden, eine Anmeldung gibt es hier allerdings nicht, ich muss beim Behandlungszimmer klingeln. Wo nach einiger Zeit eine Arzthelferin rauskommt und meine Krankenkassenkarte entgegennimmt. Danach schickt sie mich ins Wartezimmer. Es dauert wohl noch ein bisschen.

Nach zwei Stunden warten wurde ich nun endlich ins Behandlungszimmer gerufen. Nach ein paar Fragen vom Oberarzt geht es mit einer Ultraschalluntersuchung weiter. Da erkennt man ziemlich deutlich groß und schwarz die Zyste die mittlerweile ca. 5cm groß ist.  Der Arzt meinte sie sei so groß wie eine Orange, das ist echt schwer vorzustellen, denn soooo dick ist mein Bauch gar nicht. Aber ich habe sie ja mit eigenen Augen gesehen, ich kann sie also nicht abstreiten. Ich dachte früher immer ich kenne meinen Körper, aber wenn man sieht was in einem alles passiert, wozu einem der Zugang fehlt ist das echt gruselig.  

Während der Untersuchung kam dann das Thema Endometriose auf, sie stellen Durchwachsungen fest, aber das ist eine andere Geschichte.

Ich war am Boden zerstört, bis fast zuletzt hatte ich Hoffnung, dass doch noch alles gut werden wird. Aber jetzt, habe ich einen OP Termin für in 4 Wochen, bei dem meine Zyste und die Endometriose näher angeschaut werden sollte.

Warum ich dann doch keinen OP-Termin hatte und wie die Entscheidung getroffen wurde findest du hier https://ninasvenjalehmann.com/meine-ersten-schritte-nach-der-diagnose/ und hier https://ninasvenjalehmann.com/ablauf-endometriose-sprechstunde/.

Und dann nach 6 Monaten im November 2017 war die Zyste weg

Durch meine Absage der OP wollte meine Frauenärztin, dass ich einen neuen Termin in einem Endometriose Zentrum mache. Bis der Termin stattfindet dauert diesmal 4-5 Monate, dass macht mir allerdings gar nichts aus. So bleibt mir Zeit zu testen ob sich bei mir was zum besseren verändert.  

Was soll ich sagen, meine Zyste war weg, ob sie jetzt geplatzt ist oder so wie sie entstanden ist auch wieder abgebaut wurde, kann ich nicht sagen. Bis auf an den ersten Tagen meiner Periode, war ich zumindest immer Schmerzmittelfrei.

Was habe ich zwischen dem Auftreten der Zyste und dem verschwinden der Zyste geändert?

  1. Von mir liest man viel, dass mir eine Ernährungsumstellung geholfen hat und ich viel mit alternativen Heilmethoden arbeite. Die Umstellung ist aber nicht von heute auf morgen passiert, dass hätte mich nämlich total überfordert.
  2. 10 Tage nach dem ersten Krankenhaustermin, habe ich meine Ernährung auf komplett Glutenfrei umgestellt.
    • Dadurch fällt nicht nur Weizen weg, sondern auch alle Fertigprodukte und jede Menge Süßigkeiten, die ich früher super gern gegessen habe.
  3. Statt Fertigprodukten, Zucker und Brot, viel Gemüse, Obst, Salat und frisch gekochtes gegessen. Eine Ernährung aus frischen Lebensmitteln und vielen Ballaststoffen stabilisiert den Blutzuckerspiegel und genau, dass kann deinem Körper helfen sich zu heilen.

Warum Zysten nach OPs oft wiederkommen

Viele Endoschwestern berichten, dass nachdem eine Zyste entfernt wird eine neue Zyste entsteht. Hier wird das Symptom deines Körpers „die Zyste“ rausgeschnitten, an der Ursache warum die Zyste entstanden ist, ändert das aber nichts. Und so kommt die Zyste einfach immer wieder, genau so lang wie die Ursache da ist.

Ich hatte also kein Glück, dass die Zyste weggegangen ist, durch meine Umstellung habe ich MEINE Ursache für die Entstehung der Zyste entfernt, so dass ich seit dem auch keine neue Zyste mehr bekommen habe.

Du willst mehr über meine Ernährungsumstellung erfahren, dann schau mal in diesen Blogpost:

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