#6 Wie finde ich den richtigen Heilpraktiker? Ein etwas anderer Ansatz

In diesem Beitrag, den es auch als Podcast zu hören gibt, nehme ich dich mit auf den Weg, wie du den*die richtige*n Heilpraktiker*in findest.

Du erfährst,

Ich möchte mich von Herzen bei dir für das liebe Feedback und deine ganzen Fragen bedanken. Besonders freut mich, dass sich viele in meinen Erzählungen wiederfinden und wir so unseren gemeinsamen Weg teilen. Das ist auch der Grund, warum ich meinen Podcast mache: Ich möchte für dich die Person sein, die ein Stückchen vor dir läuft, die verschiedene Ansätze ausprobiert und die Erfahrungen an dich weitergibt.

Im Zuge deines Feedbacks tauchte auch eine Frage auf, die ich mit diesem Beitrag beantworten möchte: Wie finde ich eine*n Heilpraktiker*in, der*die sich mit Endometriose auskennt?

Für den Fall, dass du jetzt keine Endometriose hast, dann lege ich dir ans Herz, diesen Beitrag trotzdem zu lesen, denn es geht um so viel mehr als diese „Labels“. Hier möchte ich in diesem Beitrag gerne genauer drauf schauen und dir Impulse geben, wie du deine eigene Situation (ob mit oder ohne Endometriose) beurteilen kannst.

Labels können blind machen: Warum Labels uns von einer möglichen Heilung entfernen

Als allererstes möchte ich dich dazu einladen, dich von „Labels“ zu lösen. Ich kann nachvollziehen, dass du dich nach der Diagnose Endometriose entschließt, zu einem Heilpraktiker oder einer Heilpraktikerin gehen möchtest, der oder die sich genau damit, nämlich Endometriose, auskennt. Vielleicht finden wir aber keinen und sind enttäuscht. Lass uns das doch einmal von einer anderen Seite betrachten: Wir sind alle individuell und auch, wenn du Endometriose, eine Schilddrüsenunterfunktion, Darmprobleme etc. hast, begleiten dich mit hoher Wahrscheinlichkeit noch andere Symptome. Unser Körper schickt uns nicht nur eine Sache, auf die wir uns konzentrieren und die wir heilen sollen, sondern häufig eine Kombination aus vielen Symptomen, aus denen nicht immer ersichtlich ist, wo die Ursache liegt: 

Das sind nur einige, wenige Beispiele, welche die möglichen Korrelationen verdeutlichen sollen. Deshalb ist es wichtig, dass wir uns an jemanden wenden, der sich nicht nur auf eine Sache spezialisiert hat, sondern sehr vielfältig aufgestellt ist. Oder jemand, der oder die uns ganz gezielt zu diversen Heilpraktiker*innen schickt und sagt: Bei Heilpraktiker*in 1 kümmerst du dich nur um Symptom 1 (z.B. deinen Darm), bei Heilpraktiker*in 2 nur um Symptom 2 (z.B. Energien, die von deinen Ahnen auf dich übertragen wurden) usw.

Ich möchte dir damit verdeutlichen, dass zu Gesundheit mehr gehört, als sich nur auf eine Sache zu fokussieren. Denn nur weil sich ein*e Heilpraktiker*in auf Endometriose spezialisiert hat, bedeutet das nicht, dass das die richtige Person für dich ist. Wir sind alle individuell: So wie wir ganz unterschiedliche Symptome haben, so sind wir auch ganz verschiedene Persönlichkeiten und haben auch ein unterschiedliches Leben gelebt. Somit können wir auch die richtigen Menschen für uns finden: Mentor*innen, Coaches, Ärzt*innen, Energieheiler*innen, Heilpraktiker*innen etc., die zu uns passen – und nicht die, die sich auf irgendwas spezialisiert haben. Mit einer Spezialisierung kann auch eine Art Blindheit gegenüber anderen wichtigen Dingen, die man auch noch betrachten sollte, entstehen. Deshalb auch meine Bitte an dich: Löse dich von diesen Labeln! Vielleicht kann ein*e Heilpraktiker*in, der*die eine Person durch die Krebsheilung begleitet hat, genau die richtige Person für dich sein – auch wenn die Person überhaupt nichts mit Endometriose zu tun hat. 

"Es ist an der Zeit, dass wir unseren Horizont erweitern und aufmachen, dass wir aufhören, in Boxen zu denken. Es ist alles verbunden und auch wir sind alle miteinander verbunden."

Entscheidung „Heilpraktiker*in“ - wie gehe ich jetzt vor?

  1. Bewusste Entscheidung: Wenn du jetzt auf der Suche nach einem Heilpraktiker oder einer Heilpraktikerin, auf der Suche nach Unterstützung bist, dann schreib dir das mal auf – also mit einem Stift auf einen Zettel: Ich suche Person X, weil sie mich bei Y (z.B. Hormon, Darm, Endometriose etc.) unterstützen soll. Und jetzt schau und fühle, was passiert. 
  2. Bewusste und aktive Recherche: Sprich mit Freund*innen, Verwandten und Bekannten darüber, ob jemand eine*n Heilpraktiker*in empfehlen kann. Wenn du eine Empfehlung bekommst: Spüre mal in dich hinein, ob das etwas für dich ist. Du könntest selbst googlen und die Ergebnisse auf dich wirken lassen – deine Wahl sollte unabhängig davon, welche Ausbildung er*sie hat, getroffen werden.
  3. Bewusst nichts machen: Nach deiner Intention kannst du auch einfach erst einmal nichts machen und abwarten. Vielleicht passiert auch einfach etwas in deinem Leben, du lernst eine Person im Bus kennen, die zur Findung beiträgt. Oder du stolperst über einen Instagram-Account, auf dem etwas über Heilpraktiker*innen steht. Öffne dich einfach erst einmal für alles, was kommt.

Vielleicht ist es aber auch noch nicht an der Zeit für eine*n Heilpraktiker*in – und auch das bewusst wahrnehmen und annehmen. Schau bewusst auf die Dinge, die dahinterstecken: Ist es der Wunsch nach einem*r Heilpraktiker*in oder nach etwas anderem? Vielleicht erinnerst du dich an früher, als man unbedingt einen Freund haben wollte: Wollte ich wirklich einen Freund oder wollte ich eine enge Bezugsperson, mit der ich mich austauschen konnte? Wollte ich einen Partner oder wollte ich einfach nicht mehr alleine sein? Das ist nur ein Beispiel, was verdeutlichen soll, dass oftmals auch etwas anderes dahinter stecken kann.

Das ganzheitliche Verständnis von Heilpraktiker*innen

Beim Heilpraktiker geht es ganz ausführlich nur um dich, um deine Vergangenheit, um deine Gesundheit, um deine Ernährung, deine Erkrankungen, darum, wo im Leben du stehst usw., denn das alles wird bei deiner Behandlung mit einbezogen. 

Ca. 70% unseres Immunsystem sitzt in unserem Darm.

Deshalb wird ein*e gute*r Heilpraktiker*in ein besonderes Augenmerk auf deine Ernährung und deine Darmgesundheit werfen. Du wirst sicher auch eine Stuhlprobe abgeben, um dich auf Unverträglichkeiten untersuchen zu lassen. Darauf basierend wird er oder sie dir wahrscheinlich auch Empfehlungen geben wie z.B. iss mehr Gemüse, trink mehr Wasser oder eben auch: Verzichte auf Gluten! 

Und deine Reaktion ist eher so: „Oh, danke, wusste ich schon – aber ich weiß nicht wie.“ Er oder sie wird dir vermutlich noch glutenfreie Alternativen vorschlagen, doch letztendlich liegt die tatsächliche Umstellung bei dir.

Und das ist der Punkt, wo dir auffällt, dass du vlt. zusätzliche Unterstützung brauchst, um deine Behandlung bei einem Heilpraktiker wirklich durchzuziehen.

Deshalb lass dich auf diesen Prozess ein: Google, recherchiere, probiere aus! Und wenn du merkst, dass sich im Moment nichts ergibt, lass erst einmal los. Schau dich in deinem Leben einmal um, was es sonst noch gibt. Das können auch Freund*innen sein, die gerade ihre Themen haben. Vielleicht beginnt hier gerade jemand, sich zuckerfrei zu ernähren. Lass dich inspirieren.

Das Leben gibt uns Hinweise – wir dürfen lernen, sie zu erkennen und uns auf unsere Intuition zu verlassen.

Erlaube dir, herauszufinden, wo gerade der richtige Weg für dich liegt.

Du kannst auch gleichzeitig zu mehreren Heilpraktiker*innen gehen und von allen eine Anamnese erstellen lassen. Oder du fragst nach einem kurzen Erstgespräch via Telefon, um herauszufinden, wie dich die Person am besten unterstützen kann. Nicht jede*r Heilpraktiker*in macht das gleiche, auch hier gibt es unterschiedliche Schwerpunkte. Vielleicht hast du intuitiv drei Heilpraktiker*innen rausgesucht, die dich bei unterschiedlichen Dingen unterstützen. Kommuniziere offen, dass du auch bei anderen Heilpraktiker*innen bist und dass dich interessiert, wo jede*r einzelne nun anfangen würde und stell allen dreien die gleichen Fragen. Es kann auch sein, dass du gleichzeitig an Themen und Ebenen arbeiten kannst und durch die Kombination mehrere Dinge gleichzeitig gelöst werden. Z.B. wenn du etwas auf geistiger Ebene löst, fällt es plötzlich leichter, auch körperliche Themen zu lösen. Unser Körper und unsere Systeme funktionieren nicht getrennt, sondern alles ist verbunden. 

Es gibt nicht den einen Heilpraktiker, der alles lösen kann und somit auch nicht den Heilpraktiker, der nichts für dich tun kann.

Heilpraktiker*innen auf körperlicher Ebene

Jede*r Heilpraktiker*in ist aus einem bestimmten Grund in dein Leben gekommen. Bei mir war das erst ein Arzt, der mit Biofelddiagnostik (Pendeln) gearbeitet hat. Es gibt aber auch Heilpraktiker*innen, die damit arbeiten. Bei dieser Methode wird viel auf analytischer Ebene gearbeitet und gezielt nach den Ursachen von Ungleichgewicht im Körper gesucht. Denn ein Ungleichgewicht führt immer langfristig zu Krankheit. Vielleicht hast du hierbei auch schon mal vom Säure-Basen-Haushalt gehört. In der letzten Folge (LINK) habe ich über entzündungsfördernde und entzündungshemmende Nahrungsmittel gesprochen. Unser Körper strebt immer danach, im Gleichgewicht, in Balance, zu sein.

Es gibt nicht den EINEN Weg, sondern eine Kombination von Ansätzen – deshalb war ich nicht nur bei dem benannten Arzt, sondern auch bei der Osteopathie (wo ich mittlerweile dank dem Neurotraining (LINK) nur noch alle zwei Monate hingehe) und einer Heilpraktikerin, die sich um meinen Darm gekümmert hat. Bei der Heilpraktikerin wurde mein Stuhl getestet und so auf Ungleichgewicht (z.B. ph-Wert, Länge der Darmpassage, Darmbakterien, Leaky Gut, Parasiten etc.) im Darm untersucht. Wenn du dazu nicht zum Heilpraktiker gehen möchtest, kannst du deine Stuhlprobe auch woanders machen, z.B. hier (LINK*). Wenn hier ein Ungleichgewicht, also eine Entzündung vorliegt, kann man das über eine Stuhlprobe herausfinden.

Neben Biofelddiagnostik gibt es auch die Behandlung durch Bioresonanz oder Elektroakupunktur, wo die Meridiane gemessen werden, die mit den Organen oder dem Hormonsystem verbunden sind. Hierbei kann man auch sehr gut erkennen, wo denn die Baustellen im Moment sind und wo ich mit dem Heilpraktiker möglicherweise ansetzen kann. Bei mir ist es eine Mischung aus Homöopathie und Isotroph, wo ein spezieller Mix für mich erstellt wird, welche Meridiane gerade ein Problem haben und wo ein Ausgleich geschaffen werden muss.

Alle Methoden zielen auf die Wiederherstellung des Gleichgewichts ab.

Ich wurde mal erfolgreich auf Unverträglichkeiten akupunktiert. Hinsichtlich ayurvedischer Behandlung habe ich wenig bis keine Erfahrung, bin aber immer wieder überrascht von der Wirkung von Tees bei anderen. Es ist so spannend! Mich hat es bis jetzt noch nicht wirklich in die Richtung gezogen, aber das heißt nichts: 

Nur weil 100 Leute sagen „Der Weg ist der Richtige!“, heißt das nicht, dass es DEIN Weg sein muss.

Ich habe letztendlich auch auf mein Bauchgefühl vertraut und bin zu den Leuten gegangen, bei denen ich das Gefühl hatte: „Das ist richtig für mich!“ Und vielleicht verspüre ich eines Tages den Impuls, diese Tees auszuprobieren und meinen Körper auf diese Weise zu unterstützen. Es ist so individuell und vielfältig. Wenn du etwas ausprobierst und es für dich nicht funktioniert hat, ist das kein Fehler gewesen, sondern eine Erfahrung, die dir helfen wird – auch wenn du den Sinn nicht sofort erkennst. Sei da nicht so hart zu dir!

Heilpraktiker*innen auf energetischer Ebene

Du siehst: Mit Heilpraktiker*innen kann man nicht nur auf körperlicher Ebene zusammenarbeiten, sondern auch auf geistiger, seelischer oder spiritueller Ebene. 

Ob das Reiki, Familienaufstellungen, Theta-Healing, Psychokinesiologie (LINK zu Blogbeitrag), allgemein Kinesiologie, Quantumhealing, Emotioncode etc. sind: 

Hier arbeitet man nicht mehr auf körperlicher Ebene, sondern auf einer Ebene, die schwerer zu fassen ist. Du arbeitest auf energetischen Ebene, wo du herausfinden kannst, was dich in deinem Leben unterstützt. Ich kenne das von meinen Klient*innen, die Ängste oder Panikattacken haben, in therapeutischer Behandlung sind, das mit ihren Heilpraktiker*innen aber zusätzlich bearbeiten, da hier ein Raum aufgemacht wird, der sie unterstützt. 

Abgesehen von Ängsten gibt es weitere Themen, die sich in uns befinden, die durch unsere Eltern, Groß- und Urgroßeltern, die Erziehung, die Schule, die Gesellschaft etc. in uns verankert sind. 

Von denen wir denken: „Die müssen so sein, das ist so. Das ist die Art zu leben. Das sind die Probleme, mit denen ich zu leben habe. Das sind die Ängste, Schuld- und Schamgefühle, die dazugehören.“ 

Zum Beispiel können sich dadurch, dass man durch Endometriose beim Sex immer Schmerzen hat, auch Schuldgefühle entwickeln. Und sich hier auch zu fragen: 

Sind das immer meine eigenen Schuldgefühle oder sind das die von anderen? Habe ich etwa Schuldgefühle von anderen übernommen?

Und hier kam bei mir einiges durch die Arbeit auf energetischer Ebene heraus. Diese Energien können eben auch im Körper gespeichert sein und wollen gelöst werden. Für mich war das schon eine komische Erfahrung, zu einem Heilpraktiker zu gehen, der durch Psychokinesiologie in mein Unterbewusstsein kommt. Was ist denn in mir drinnen, was ich all die Jahre verleugnet habe, wo ich nicht will, dass es hochkommt? So etwas kann auch Angst machen.

Für diese Heilungsarbeit muss man nicht bereit sein. Es ist auch okay, wenn du dem noch nicht traust, oder denkst es funktioniert. Sei offen und schau, was passiert. Es reicht, dass du Vertrauen in die Person hast, die vor dir sitzt.

Wir müssen nicht einmal daran glauben, wir müssen nur vertrauen.

Deshalb ist es wichtig, dass es eine Person ist, in die ich das Vertrauen habe, das sie das auch (aus)hält, was bei mir hochkommt.

Disclaimer 😉

Dieser Beitrag war jetzt keine 1:1-Anleitung für das Finden des richtigen Heilpraktikers, sondern für die Frage: Wie finde ich die richtige Unterstützung für mich und meinen Weg? Dieser Beitrag sollte dir Impulse geben, wie du Platz für all das schaffen kannst, was noch kommen mag. Denn hinter allem steckt etwas: Wenn nicht körperlich, dann seelisch oder energetisch. Körper, Seele und Geist sind einfach miteinander verbunden. Ich bin mir aber sicher, dass er dir trotzdem weiterhelfen konnte 😊

Wenn du Fragen hast, kannst du dich immer gerne bei mir auf Instagram melden. Kommentiere gerne unter dem Instagram-Post (LINK) deine Erfahrungen mit Heilpraktiker*innen und Methoden. Da freue ich mich sehr drauf.

Wenn du jetzt in die Umsetzung kommen und bei deinem Darm beginnen möchtest, dann empfehle ich dir, an meinem Kurs „Happy Darm“ (LINK) ab Mitte August 2021 teilzunehmen, wo wir zusammen in einer kleinen Gruppe von Frauen den Darm ganzheitlich betrachten und eine Darmreinigung machen. Du lernst, wieder mehr mit deinem Körper in Verbindung zu kommen und ihn kennenzulernen. Ich freue mich auf dich!